Donnerstag, 1. Februar 2018

1/5 + 3/5 = 4/5

Hämatom - Bestie Der Freiheit (2018)

Vorweg, ich vergebe 4/5! Warum? Ein blödes 1/5 ist mir zu doof und ein sich nicht trauendes 3/5 ebenfalls, kurz gesagt. Das ist aber längst nicht alles an Begründung, also bleibt dran.


Selbst hab ich, nicht nur bei Laut, oft auf die Fresse bekommen, weil ich ein Klischee bediente. Deswegen sind mir Bands, die sich mit Klischees ins Haifischbecken Popmusik wagen, erst mal sympathetisch. Damit spring ich aber zu kurz.

Bei Hämatome kommt noch dazu, bzw. die aktuelle Scheibe möchte unbedingt mitspielen in der, sagen wir es kurz, NDH Liga al a Rammstein und greift dafür teils auf textliche Onkelz Aussetzer zurück. Ganz deutlich wird das bei Lichterloh, doch wird auch klar der Typ hinter dem Micro kann singen. Mir ist die Stimme jedenfalls viel sympathischer, als die eines gewissen Kevin, der es nicht mal fertig bringt sich für seine Taten anständig zu entschuldigen. Ich meine bei zigmal Millionen Euros zusammengerafft z.B. auf dem Hockenheim, da sollten schon ein paar Taler drin sitzen, für ein im Drogenrausch fast getötetes Opfer. Oder seht ihr das anders?

Nun aber back zur Musi. Vor Lichterloh hatte ich zum Glück Mörder gehört und sofort suchte ich im Netz nach dem genialen Spring von Rammstein. 

Das ist eine ehrenwerte Sache, wenn man sich als Band an einem Klassiker abarbeitet und den Stephan motiviert nach eben diesem zu suchen. Mörder könnte man fast als Cover bezeichnen, stille Momente und bratzende Gitarren inklusive. Dabei bleibt die Stimme von Nord (Künstlername) eigenständig.

Werde jetzt nicht jeden Song beschreiben, insgesamt kommt mir Hämaton etwas wie die Broilers vor Santa Muerte vor. Die haben textlich und musikalisch auch eine Menge Anleihen bei diversen Bands gehabt, aber wahrlich keine Bäume bis dahin aus gerissen. Eigentlich krähte kein Hahn nach ihnen. Nun für die Bestie Der Freiheit, nehme ich mir die Freiheit und krähe eine Runde! 

4/5

Gruß Stephan

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