Mittwoch, 16. Januar 2019

Die Freiheit rum zu hartzen nehm ich mir!

Ein Grundeinkommen wird mit hoher Wahrscheinlichkeit kommen, wenn das Urteil zur Sanktionspolitik bei der Hartz 4 Gesetzgebung so ausfällt, wie es mein freier Geist es erhofft und erwartet.

Grundgesetz – Artikel 1/Absatz 1

Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.

Kommentar: Es ist unter meiner Würde, nein unter jeder Würde, Menschen zu etwas zu zwingen, was sie nicht wollen oder können. Im Fall von Hartz 4 heißt das, eine Kürzung des Grundbetrages (424 Euro/2019), der ein Existenzminimum darstellt, ist wieder dem Gesetz. Sämtliche staatliche Gewalt muss akzeptieren, wenn jemand nicht zu einem Termin kommt oder ein Arbeitsangebot ausschlägt. Strafen darf die staatliche Gewalt nicht und faktisch ist eine Sanktion eines Minimums eine Strafe.

Grundgesetz – Artikel 20/ Absatz 1

Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat.

Kommentar: Da steht sozial und nicht asozial. Strafen wo man nicht strafen darf ist asozial.


Noch ein paar Gedanken. Jeder Hund lernt am besten durch positive Anreize, das berühmte Leckerli. Das Konditionieren (erlernen eines bestimmten Verhaltens) fällt dem Hund leichter, wenn man ihn belohnt. Warum meinen wir was für den Hund gilt, gelte nicht für den Menschen? Nun hoffen wir mal darauf, das einige Hundebesitzer unter den Verfassungsrichtern sind, die ihren Hund auch wirklich freundlich gesonnen sind und darüber hinaus.

Egal wie ich es drehe und wende, wenn das Urteil so ausfällt das Hartz 4 bedingungslos (Sanktionsfrei) faktisch gezahlt werden muss, können wir es auch gleich umtaufen. Warum nicht einfach „Grundeinkommen“ und alle wären damit zufrieden? Lasst den Menschen doch einfach ihre Freiheit, aus ihrem Leben das zu machen was sie wollen. Das beinhaltet auch den Umkehrschluss, das jemand die Freiheit haben muss, nichts aus seinem Leben machen zu wollen/können.

Menschlichkeit zeichnet sich dadurch aus, nicht auf den Hund gekommen zu sein. Was Hartz 4 betrifft, behandeln wir ca. 1 Millionen Menschen schlechter als unsere Hunde. Das muss enden! Am besten Vorgestern, mit einem Urteil rechne ich aber erst im Sommer/Herbst 2019.

Gruß Stephan

Mittwoch, 9. Januar 2019

Vision aus Glas und Stahl - Mirror's Edge Catalyst (2016)






Glass.

Die sich spiegelnde Residenzstadt in den Spiralen des Neofuturismus miemt den Schauplatz atemlosen Geschehens. Inmitten der artifiziell-imposanten Inselkette aus majetätischen Hochhausstrukturen, Brückengeflechten und klinischreinen Korridoren sprintet, turnt und hangelt sich Free-Runnerin Faith durch den flirrenden Moloch. Ständig am Puls der Zeit über den Dächern der Millionenstadt, der Straße der Diebe und Athleten.

"Catalyst", Nachfolger, sowie eine Art Reboot des 2008er Kultspiels "Mirror's Edge" katapultiert die Spieler erneut in luftige Höhen einer steril-hypnotischen Zukunftsvision, in welcher parkourerprobte Freiheitskämpfer, "Runners" genannt, der omnipräsenten Systemkontrolle eines totalitären Überwachungsstaats entgegenrennen und an jeder Ecke Wiederstand leisten. Im Kampf gegen den verlängerten Arm der Machthaber, das private Sicherheitsunternehmen KrugerSec, wird anders als im waffenstarrenden Vorgänger komplett auf rein physische Argumente und den generellen "Flow" der Bewegung gesetzt. Auch ist die vormals lineare Struktur einer offenen Welt gewichen, in der vielfache Sammelobjekte sowie Kuriermissionen drapiert wurden. Der erwähnte Flow umfasst tänzelnde Hochgeschwindigkeitsketten fließender Kombination aus Wallruns, Sprüngen, Abrollen und temporeichen Sprints. All dies geschieht vor einer ästhetisch betörenden Glanzkulisse, die das eigentliche Highlight der Spielerfahrung darstellt.

Reflexionen seidenweichen Sonnenlichts umspielen knochenweiße Bürokomplexe im Downtownbezirk, unterkühlt prägnante Farbenspiele auf porentiefreinen Boden- und Wandtexturen des Vergnügungsviertels harmonieren mit dezent tönenden Elektroniksphären der Hintergrundkulisse: Ständig definiert Catalyst klare Schönheit ausgeschmückter Leere.
Ein Kritikpunkt könnte nun die relative Leblosigkeit der hochsterilen Präsentation sein, doch verbindet sich hier die Ästhetik in bestechender Form mit dem Visuellen.

Ein, aus großer Höhe beobachteter immerwährender Strom aus Fahrzeugen, die in exremen Tempo über die schmalen Straßenzüge gleiten, getrieben und ziellos wie Versatzstücke eines Spiegelbild des Zustands der Metropole in der gesichtslose Menschen, mannequingleich und konturlos in der unerreichbaren Ferne eines gegenüberliegenden Hausdaches eine Party feiern. Seltsam blasse Scheinwerfer. Leblose Atmosphären. Wie auch in den meist komplett verlassenen Designerlofts durch die man hastet, kühl gezimmert, elegant geformt, doch bar jeder Regung.

Für diese sorgt allein der staunende Spieler mit unvergleichlichem Temposprints durch den künstlichen Bilderrausch, verzückt und verzerrt das urbane Kunstwerk und haucht somit der ästhetischen Vision als energetischer Gegenpol Leben ein.

Sonntag, 30. Dezember 2018

2018 eine andere Zusammenfassung

Die letzten paar Monate, um genau zu sein drei an der Zahl,  haben sich der Max und der Stephan hauptsächlich per Whatsapp ausgetauscht und somit blieb relativ wenig Zeit den Blog zu pflegen.

Wobei ab etwa 3/2018 bis etwa 9/2018 doch eine Menge Content angefallen ist, der nun im Blog steht. Ein paar Highlight´s möchte ich jetzt nochmal ins Gedächtnis rufen.


7/2018 - The National - Boxer Live In Brussels
Ein Musikkritiker (süffisant erwähnt bei Laut.de) irrte gewaltig und ich machte einen gelungenen Gegenentwurf.

8/2018 - Jedem seine Insel  
Max seine Idee, los Wettbewerb, wer kann besser Reviewn? Für mich hat sich die Frage nie gestellt, aber egal! Nein, lesen Folks!

9/2018 - Max sein Monat, siehe hier drüber, aufholen war angesagt.
Beitrag 1
Beitrag 2
Beitrag 3
Beitrag 4
Beitrag 5
Beitrag 6
Sechs fette Beiträge allein von Max innerhalb eines Monats. Glaub der hatte nur noch Sex mit seiner Schreibmaschine in dem Monat, nicht zu bremsen!

10/2018 - Riverside -Wasteland
Das Album ist ein würdiger Abschluss, für ein Jahr wo die Musik nicht die erste Geige bei mir persönlich spielte.

Unerwähnt bleibt mein nicht zufrieden stellender Versuch zu Podcasten, aber daran wird weiterhin gefeilt im Jahr 2019. Mal schauen was uns da noch für Ideen kommen.
Bis 2019 und haltet die Ohren steif!

Gruß Stephan



 

Donnerstag, 1. November 2018

Queen - Bohèmes Revisited

Dieser Text befasst sich nicht mit dem aktuellem Biopic „Bohemian Rhapsody“, was mehr eine ganz persönliche Hommage der beiden übrig gebliebenen Queen Mitglieder Brian May und Roger Taylor ist, als ein akkurat die Geschichte von Queen und Freddie Mercury, in den Jahren 73-85, zu erzählen. Ich möchte den Film gar nicht schauen und viel lieber meine Perspektive auf diese Jahre schildern. Dafür eignet sich der vorliegende Soundtrack ganz hervorragend.


Beginen möchte ich mit der (Neu)Aufnahme der „20th Century Fox Fanfare“, die „verQueent“ daher kommt und sofort deutlich macht, um was es hier geht. Spielerisch veredelter Adelpop/Rock. Noch deutlicher wird das durch die Smile (Vorgängertruppe ohne Freddie von Queen) Aufnahme „Doing All Right -...Revisited“. Freddie hat mit seiner einmaligen Stimme, Queen regelrecht geadelt und erst ermöglicht das Queen in allerhöchste Rock/Pop - Spähren vordringen konnte. Einfach „Doing Alright“ vom ersten Queen Album anhören und den Vergleich ziehen. Queen ohne Freddie ist wie Fisch ohne Gräten. Aus Smile wäre niemals so ein großes Rockmonument geworden, wie es Queen bis heute sind.


Klar Freddie wäre für jede Band, die sich Anfang der Siebziger aufmachte um den Rockolymp zu erobern, eine Bereicherung gewesen. Doch ohne die drei anderen Protagonisten die hauptverantwortlich, die Rampensau Freddie auf die Bühne ließen, wären das alles andere Bands. Das spiegelt sich vor allem in den Liveauftritten wieder. Live war Queen, von Anfang an eine Macht, später dann die führende Liveband Weltweit. Es gibt keine schwachen Liveauftritte von Queen. Auf einer Skala von 1-10 waren bei über 700 Konzerten in 16 Jahren, ein paar mit 7 dabei, dass mag sein.

Angefangen mit der Live Killers (1979) zeugen davon bis jetzt weitere sechs Mitschnitte/Zusammenschnitte (als LP/CD erschienen), mit Freddie als Frontmann. Hier beim Soundtrack ist der für viele der wohl wegweisende Auftritt im alten Wembley Station, anlässlich des Live Aid Konzertes (1985), eingebettete um mit einem Mythos auf zu räumen. Queen hat den Stadionrock nicht erfunden bzw. sich nicht als Band darüber besonders definiert. Das haben andere sich dann abgeschaut. 


Vor der klasse restaurierten Live Aid Aufnahme findet man das „Love Of My Live“, gespielt auf dem ersten Rock In Rio 1985 (mehr als 300000 Zuschauer). 300000 Menschen zum mitsingen zu animieren, das konnte so nur Freddie und genau dafür liebte man ihn. Die Interaktion mit seinem Publikum war neben seiner Stimme, das entscheidende Talent was dieser Mann besaß. 


Abgeschlossen wird der Soundtrack mit „Don´t Stop Me Now - ...Revisited“ und „The Show Must Go On“. Ich sehe das als eine Art Botschaft, ein Vermächtnis, von Queen. Last euch nicht aufhalten und macht weiter, geht voran, egal wie schwer es ist. Danke Freddie, danke Queen ihr habt euren Platz in meinem Herz aufrichtig verdient, auf Ewig.

Gruß Stephan

Montag, 15. Oktober 2018

Heute abgeschlossen, die letzten Arbeiten an meinem Haus, für dieses Jahr!






Den Anfang mach ich mit Fotos von Vorne, das muß letztes Jahr 2017 im Frühjahr gewesen sein.

Das war die Ursprungsidee!










Inzwischen ist das Spritzbeet mit Rheinkies gefüllt und der Briefkasten hängt auch wieder.

Für 2018 hatte ich mir vor genommen, meinen Hinterhof. 


Ein paar Impressionen!




 Das folgende ist in der letzten Woche und am Wochenende passiert, ich bin für dieses Jahr zufrieden.







 Gruß Stephan

Donnerstag, 11. Oktober 2018

Squadron 42 - CitizenCon Trailer - Wenn Computerspielträume wahr werden!

Der heutige Beitrag im Blog, dreht sich um den Single Player Ableger Squadron 42 aus Star Citizen. Wie es sich genau verhält, habe ich noch gar nicht richtig kapiert. Ob die Single Player Geschichte mit dem Hauptspiel erscheinen wird, ob einzeln erhältlich oder nur mit einer Art Abo bei einem neu einzurichtenden MMO Anbieter.


Nur nach dem Trailer, kann man nicht anders sagen, das Spiel wird mit Sicherheit ein Traum für jeden PC Spieler. So alte Hasen wie ich, die noch Bitmapgrafik in Wing Commander gewohnt sind, stellen sich die Nackenhaare auf, angesichts des Schauwertes.


Selbst wenn das nur eine lockere Geschichte wird, Kampagne spult man Auftrag nach Auftrag ab und unterbrochen von Cutszenen, die InGame Grafik ist jenseits von Gut und Böse. Kann und will ich mir aber überhaupt nicht vorstellen. Schaut euch die in Grafik umgesetzten Gesichter der Schauspieler (Mark Hamill, Gillian Anderson, Gary Oldman, Mark Strong und Henry Cavill) an, Gänsehaut pur. Der kurze Sound/Musikausschnitt hat ebenfalls eine tolle Atmosphäre. Dezember 2018 wird bekannt gegeben, wann es erscheint und wie. Kann das nicht mehr abwarten, am liebsten sofort los legen.

Gruß Stephan

Dienstag, 9. Oktober 2018

Riverside - Wasteland (2018)

"Queen zu hassen ist schon mal nicht das verkehrteste. Auf der Liste der überschätzten und aus irgendeinem unerfindlichen Grund erfolgreichen Bands ganz, ganz weit oben."

Ich bin unschuldig wie ich nun mal bin, unter dem Review bei Laut über den Spruch gestolpert. Zunächst einmal muss man klar festhalten, egal wer der Typ war oder ist, es toucht mich nicht, als Queen Fan. Zu meiner Hardcore Fan Zeit hätte es mich schon richtig gefuchst, aber heute, mit dem wie es mir erscheint nötigen Abstand, den man als Fan zu seinem Fandasein, irgendwann mal sich aneignen sollte, taugt so was maximal zur Einleitung eines Reviews. Also danke für die Inspiration, die ja nicht zuletzt durch eben Queen, in der progressiven Rockmusik Einzug fand. Und wenn man das als Fan dieser Mucke nicht anerkennen kann, dann tut es mir leid, aber dann sollte man schnellstens aufhören diese Musik zu hören, den die ist nur was für gescheite Menschen.



Nun aber zum Album Wasteland. Polen machen progressiven Rock, ach Quatsch das eine Band aus Riverside in den USA, schießt mir durch den Kopf. Weit gefehlt, das sind tatsächlich Polen, unglaublich! Sofort beim Opener The Day After höre ich Steven Wilson, die Scheibe ist in Heavy Rotation.



Acid Rain folgt und es regnet Bilder von vergifteten Schwermetalriffs unter die Haut. Standing Ovation mit Toolscher Erhabenheit. Das sind echt Polen? Natürlich sind das Polen und die schauen auf eine 17 Jahre dauernde Bandkarriere zurück. Das drückt sich mit Nachdruck durch jede Vene mit Vale of Tears, wo der Gedanke sich manifestiert das ist europäische Mucke, weil plötzlich mach ich Jethru Tull aus. Irre, was eine Bandbreite. Noch ein paar polnische Rockpäpste diesmal?


Ok schwubs, biegt der Guardian Angel um die Ecke und breitet seine Flügel aus. Lerning To Fly, Pink Floyd´s Spätwerk? Ja das mit der Bandbreite, wird immer besser. Das sind never Polen!



Jetzt geht es erst los, das Feuerwerk an progressiven Schwermetal aller erster Güteklasse. Lament, das Klagelied klagt alle Halbgötter des Genres an, warum habt ihr so eine geile Scheiße nicht gespielt? Gott gib ihnen Saures. Wir sind Papst!

The Struggle For Survival, nix da die Halbgötter verlassen sofort den Thron und machen Platz für Riverside. Mit River Down Below und Wastleand gelingt die Hommage an Jethru Tull in Vollendung. Halt den Rausschmeißer The Night Bevor darf ich natürlich nicht vergessen. Ja letzte Nacht, ja da kannte ich Riverside nicht mal, nun ist alles gut. Neue Helden, neue Päpste am europäischen Rockhimmel. Kaufen Leute, selbstverständlich ohne Lümmeltüte auf die Ohren und hoffentlich zeugen die ein paar Kinder.

Gruß Stephan