Samstag, 30. März 2019

Überzeichneter Fiebertraum, der sich langweilt bei der Musik

"Gegenseitiges Pimmelchen Gewichse und doch bleibt es weich (Mein Teil)! Pille für den Mann, hoch kommt er nicht mehr (u.a. eine der Nebenwirkungen). Nehm ich zwei Viagra und weiß nicht wohin mit meiner Liebe (Liebe ist für alle da)."


Meine Seele ist ein Feigling um in Klarschrift zu schreiben, über ein Video was mich eigentlich kalt lassen sollte. Rammstein zitiert sich selbst, seit mehr als 10 Jahren und doch niemand merkt, das diese Perfektion der Wiederholung konditioniert. Wir sind eben alle dumpfe Teutonen?

Gedankenbildfetzen schlitzen Körper auf um deutsche Schäferhunde mit einem wunderbaren Wolfsriss zu gebären. Hallo, da bin ich bei euch, stärkste neue Bild. Mach mir ne Fluppe an! Die Farben Weiß, Schwarz und natürlich Blutrot dominieren, eine fesselnde Ästhetik. Als Appetithappen halte ich das Video, das komplette Video für einen gelungenen Auftakt, um dem 17. Mai (da erscheint das Album) entgegen zu fiebern.

Zwei Tage früher:


Man konnte fast die Uhr nach stellen, der komplette deutsche Blätterwald überschlug sich. Missbrauch des Holocoust für Plattenverkäufe, so in etwa die Zusamenfassung. Dabei gilt bei Rammstein schon immer, abwarten und Tee trinken. Trotzdem kommt man nicht drumherum fest zu stellen. Man haben die es drauf mit dem triggern, 35 Sekunden vorgestern reichen um die komplette verklemmte Republik auf die Beine zu bekommen. Das werde ich auch weiterhin an Rammstein mögen.

Nur setzt bei mir ein müdes Gähnen schneller ein als sie triggern können. Die Musik, na ja Boom Boom Bratz - Gitarre und am Ende Piano. Eingeschlafen im Schneewittchensarg!


Musikalisch ist Rammstein auf dem gleichen Stand wie schon 2001 mit Mutter, ihren Hypetrick haben sie perfektioniert und ihre Ästetik ist über jeden Zweifel erhaben. Viel falsch gemacht haben Rammstein allerdings nicht, das verdient Anerkennung.

Gruß Stephan

Mittwoch, 20. Februar 2019

Befindlichkeitsmucke // Tiemo Hauer - Ein kurzes für immer (EP - 2019)

2014 war Tiemo noch jünger und einige Befindlichkeitsbarden (Philipp Poisel, Tim Bendzko) teilten uns mit wie es ihnen ging bzw. erging. Mit Camille nervte Tiemo noch am wenigsten, unter den ganzen Jammervögeln. Highlights damals „Sigur Ros im Regen“, „Wegen mir“ oder das grandiose „Rotebühlplatz 4“. Tiemo war angekommen und ich erwartete eine Art Durchbruch. Der blieb aus und so musste man bis 2019 warten, bis wieder was passierte, was anknüpft an Deutschindiepop al a Camille, vor allem textlich auf ähnlichem Niveau.


Irgendwo zwischen 2014 und 2019 muss Tiemo seine Freundin verlassen haben oder sie ihn, geht mich nix an. Eigentlich war längst ein neues Album in der Mache und die nun erschienene EP ergab sich erst durch die persönlichen Umstände. Eine Art Verarbeiten, könnte man meinen. Die erste Singleauskopplung ( Ein kurzes für immer) lässt jedenfalls diesen Schluss zu. Chapeau, ganz nahe dran, ich kann es jedenfalls völlig nach voll ziehen und es ist wahrhaftig was er da beschreibt.


Zugleich auch der Titelsong der neuen EP, die weitere sechs Songs sind nicht weniger intensiv und mit „Maximum an Glück“, wünscht man sich das die Sonne auch für den Selfmademan (spielt alles selbst, produziert sich selbst) Tiemo Hauer wieder heller scheint. Zu sympathisch, hau rein und in die Tasten!

Gruß Stephan 

P.S.: Der letzte Track erinnert mich an das hier.


 Meine Aufbaumucke und ähnlich talentiert wie die Kids ist Tiemo mit Sicherheit!

Dienstag, 12. Februar 2019

Hardwarebasteleien!

Stephan sein PC kommt in die Jahre, also war aufrüsten angesagt. Letzte mal hab ich vor ca. 6 Jahren so eine Aufrüstung, in der Größenordnung durch geführt. Nur sind 6 Jahre, ohne die Grundlagen groß weiter verfolgt zu haben, schon eine kleine Herausforderung. Im PC Bereich, wenn man halbwegs am Ball bleiben möchte mit den Sachen die man am PC so macht, sind 6 Jahre eine kleine Ewigkeit.
Was ist also meine Aufgabe? Ich musste mir im klaren werden, was muss der zukünftige PC können und er sollte nicht zu viel an Budget kosten um in meiner Liga top zu sein. Also was muss er können?

Er muss gescheit, ohne Ruckelei moderne Spiele darstellen können. Aktuell erleben wir eine Verdoppelung der mindest Speichermenge, die auf einer Grafikkarte vorhanden sein sollte. Meine Nvidia 960 GTX mit „nur“ 2 GB Speicher stößt an ihre Grenze. Für Full HD oder 1920*1080 Bildpunkte reicht es aber noch in den allermeisten Fällen. Die nächste Grafikkarte sollte aber mindestens 4 GB Speicher oder mehr haben, um für eine Zukunft gerüstet zu sein. Wenn ich jetzt in eine Grafikkarte investiere, übersteigt das mein aktuelles Budget, also las ich die vorhandenen erst mal drin bzw. ich probier einfach was völlig Neues. Ein kleiner Trick um meine Grundlagen vom Wissen her auch wieder frisch zu machen, sollte mir helfen. Dazu komm ich jetzt.

Meine CPU ist ein Intel Sandy Bridge 2500K, der mit 4 Ghz auf vier Kernen, läuft. Etwas übertaktet verrichtet er auf einem Asrock P67 Pro3 SE Mainboard seit gut 6 Jahren seinen Dienst. Unterstützt durch 16 GB Corsair DDR3 Arbeitspeicher, zeigt sich aktuell nur eine Schwäche, der Netzwerkanschluss bricht ab und zu vollständig zusammen. Für 2-3 min hab ich einen Totalausfall des Internets. Bevor mir das Mainboard komplett den Dienst versagt, austauschen war angesagt. Nun war das nach 6 Jahren nicht mehr möglich bzw. ich hätte über Ebay eine gebrauchte Platine ordern müssen. Für nochmal 2 Jahre hätte das wahrscheinlich nicht mehr gereicht. Als Grundlage für eine irgendwann anstehende neue Grafikkarte, erschien mir das alte System auch nicht mehr tauglich.
Einer neuen Grafikkarte al a Nvidia RTX 2600 aufwärts, bietet der alte Rechner nach meiner Ansicht nicht genug Dampf unter der Haube, um ihre tollen Neuerungen (Raytracing in Hardware), auch nur ansatzweise aus zu nutzen. Außerdem sind mir 350 Euro + viel zu viel Geld. Ich warte auf die Nvidia RTX 1650/60. Die wird in 2-3 Monaten erscheinen und dann unter 200 Euro vermutlich kosten, das liegt genau im Rahmen. Kann aber auch erst um Weihnachten 2019 was werden.

Die aktuelle Plattform, hat mich nach dem Zusammenbau und ein paar Test vollends überzeugt. Am 07.02.2019 hatte ich mich entschieden, was meine neue Grundlage sein sollte. Ein AMD Ryzen 5 2400G mit Vega 11 Grafik, dazu 16 GB DDR4 Arbeitsspeicher mit 3000 Mhz und als Hauptplatine/Mainboard von Gigabyte mit einem 450B Chipsatz, wo ich vorher gelesen hatte das der Speicher mit voller Geschwindigkeit drauf läuft. Kosten bis dahin 290 Euro.

Der Einbau lief völlig stressfrei ab. Hatte noch einen älteren Miditower mit einem 500 Watt Netzteil hier im Keller geparkt, entstaubt und alle Schrauben bereit gelegt. Eine ältere 320 GB Festplatte vorbereitet mit einem vorinstallierten Windows 10 und alle Treiber auf einen USB Stick drauf. Mainboard eingebaut, verkabelt nach Anleitung, CPU in den Sockel, den Boxed Lüfter drauf und Arbeitsspeicher. Zu guter Letzt die Festplatte angeschlossen. Ganze 45 min. dauerte der Zusammenbau der Komponenten. Die nach Installation der Treiber und ein wenig Testsoftware nahm mehr Zeit in Anspruch. Nach ca. 2 Stunden war das System fertig, hatte ein Biosupdate hinter sich und 3D Mark 2011 hatte seinen ersten Testlauf hinter sich. Was soll ich sagen flüssig und schön, stellte die Vega 11 es dar. Zur Info, die Grafik zwackt sich 2 GB Arbeitspeicher vom Hauptspeicher ab und ist etwas langsamer als die dedizierte Geforce 960 GTX, die ebenfalls „nur“ 2 GB besitzt. Ein bisschen mehr Frames werde ich wohl heraus tunen, aber für Otto Normal Spieler reicht das gebotene an Spielleistung allemal, also war ich damit erst mal zufrieden. Der nächste Test war eine Videoumwandlung eines Kinofilms in ein MP4 File für z.b. die Playstation 3/4. Auf dem altem Rechner brauchte ich für einen 2 Stunden Film etwas mehr als eine Stunde, der Neue erledigte das ganze in 35 min. Ich war begeistert.

Morgen werden meine noch vorhandenen Festplatten und die kleine SSD als Startpartion angeschlossen und die „alte“ Festplatte geclont. Ich bin mir sehr sicher, das die neue Plattform, mir für die nächsten 2-4 Jahre viel Spielraum bietet, um weiter meine Sachen am PC zu machen. Was für ein Day, nur Spaß gehabt!



Gruß Stephan

Mittwoch, 16. Januar 2019

Die Freiheit rum zu hartzen nehm ich mir!

Ein Grundeinkommen wird mit hoher Wahrscheinlichkeit kommen, wenn das Urteil zur Sanktionspolitik bei der Hartz 4 Gesetzgebung so ausfällt, wie es mein freier Geist es erhofft und erwartet.

Grundgesetz – Artikel 1/Absatz 1

Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.

Kommentar: Es ist unter meiner Würde, nein unter jeder Würde, Menschen zu etwas zu zwingen, was sie nicht wollen oder können. Im Fall von Hartz 4 heißt das, eine Kürzung des Grundbetrages (424 Euro/2019), der ein Existenzminimum darstellt, ist wieder dem Gesetz. Sämtliche staatliche Gewalt muss akzeptieren, wenn jemand nicht zu einem Termin kommt oder ein Arbeitsangebot ausschlägt. Strafen darf die staatliche Gewalt nicht und faktisch ist eine Sanktion eines Minimums eine Strafe.

Grundgesetz – Artikel 20/ Absatz 1

Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat.

Kommentar: Da steht sozial und nicht asozial. Strafen wo man nicht strafen darf ist asozial.


Noch ein paar Gedanken. Jeder Hund lernt am besten durch positive Anreize, das berühmte Leckerli. Das Konditionieren (erlernen eines bestimmten Verhaltens) fällt dem Hund leichter, wenn man ihn belohnt. Warum meinen wir was für den Hund gilt, gelte nicht für den Menschen? Nun hoffen wir mal darauf, das einige Hundebesitzer unter den Verfassungsrichtern sind, die ihren Hund auch wirklich freundlich gesonnen sind und darüber hinaus.

Egal wie ich es drehe und wende, wenn das Urteil so ausfällt das Hartz 4 bedingungslos (Sanktionsfrei) faktisch gezahlt werden muss, können wir es auch gleich umtaufen. Warum nicht einfach „Grundeinkommen“ und alle wären damit zufrieden? Lasst den Menschen doch einfach ihre Freiheit, aus ihrem Leben das zu machen was sie wollen. Das beinhaltet auch den Umkehrschluss, das jemand die Freiheit haben muss, nichts aus seinem Leben machen zu wollen/können.

Menschlichkeit zeichnet sich dadurch aus, nicht auf den Hund gekommen zu sein. Was Hartz 4 betrifft, behandeln wir ca. 1 Millionen Menschen schlechter als unsere Hunde. Das muss enden! Am besten Vorgestern, mit einem Urteil rechne ich aber erst im Sommer/Herbst 2019.

Gruß Stephan

Mittwoch, 9. Januar 2019

Vision aus Glas und Stahl - Mirror's Edge Catalyst (2016)






Glass.

Die sich spiegelnde Residenzstadt in den Spiralen des Neofuturismus miemt den Schauplatz atemlosen Geschehens. Inmitten der artifiziell-imposanten Inselkette aus majetätischen Hochhausstrukturen, Brückengeflechten und klinischreinen Korridoren sprintet, turnt und hangelt sich Free-Runnerin Faith durch den flirrenden Moloch. Ständig am Puls der Zeit über den Dächern der Millionenstadt, der Straße der Diebe und Athleten.

"Catalyst", Nachfolger, sowie eine Art Reboot des 2008er Kultspiels "Mirror's Edge" katapultiert die Spieler erneut in luftige Höhen einer steril-hypnotischen Zukunftsvision, in welcher parkourerprobte Freiheitskämpfer, "Runners" genannt, der omnipräsenten Systemkontrolle eines totalitären Überwachungsstaats entgegenrennen und an jeder Ecke Wiederstand leisten. Im Kampf gegen den verlängerten Arm der Machthaber, das private Sicherheitsunternehmen KrugerSec, wird anders als im waffenstarrenden Vorgänger komplett auf rein physische Argumente und den generellen "Flow" der Bewegung gesetzt. Auch ist die vormals lineare Struktur einer offenen Welt gewichen, in der vielfache Sammelobjekte sowie Kuriermissionen drapiert wurden. Der erwähnte Flow umfasst tänzelnde Hochgeschwindigkeitsketten fließender Kombination aus Wallruns, Sprüngen, Abrollen und temporeichen Sprints. All dies geschieht vor einer ästhetisch betörenden Glanzkulisse, die das eigentliche Highlight der Spielerfahrung darstellt.

Reflexionen seidenweichen Sonnenlichts umspielen knochenweiße Bürokomplexe im Downtownbezirk, unterkühlt prägnante Farbenspiele auf porentiefreinen Boden- und Wandtexturen des Vergnügungsviertels harmonieren mit dezent tönenden Elektroniksphären der Hintergrundkulisse: Ständig definiert Catalyst klare Schönheit ausgeschmückter Leere.
Ein Kritikpunkt könnte nun die relative Leblosigkeit der hochsterilen Präsentation sein, doch verbindet sich hier die Ästhetik in bestechender Form mit dem Visuellen.

Ein, aus großer Höhe beobachteter immerwährender Strom aus Fahrzeugen, die in exremen Tempo über die schmalen Straßenzüge gleiten, getrieben und ziellos wie Versatzstücke eines Spiegelbild des Zustands der Metropole in der gesichtslose Menschen, mannequingleich und konturlos in der unerreichbaren Ferne eines gegenüberliegenden Hausdaches eine Party feiern. Seltsam blasse Scheinwerfer. Leblose Atmosphären. Wie auch in den meist komplett verlassenen Designerlofts durch die man hastet, kühl gezimmert, elegant geformt, doch bar jeder Regung.

Für diese sorgt allein der staunende Spieler mit unvergleichlichem Temposprints durch den künstlichen Bilderrausch, verzückt und verzerrt das urbane Kunstwerk und haucht somit der ästhetischen Vision als energetischer Gegenpol Leben ein.

Sonntag, 30. Dezember 2018

2018 eine andere Zusammenfassung

Die letzten paar Monate, um genau zu sein drei an der Zahl,  haben sich der Max und der Stephan hauptsächlich per Whatsapp ausgetauscht und somit blieb relativ wenig Zeit den Blog zu pflegen.

Wobei ab etwa 3/2018 bis etwa 9/2018 doch eine Menge Content angefallen ist, der nun im Blog steht. Ein paar Highlight´s möchte ich jetzt nochmal ins Gedächtnis rufen.


7/2018 - The National - Boxer Live In Brussels
Ein Musikkritiker (süffisant erwähnt bei Laut.de) irrte gewaltig und ich machte einen gelungenen Gegenentwurf.

8/2018 - Jedem seine Insel  
Max seine Idee, los Wettbewerb, wer kann besser Reviewn? Für mich hat sich die Frage nie gestellt, aber egal! Nein, lesen Folks!

9/2018 - Max sein Monat, siehe hier drüber, aufholen war angesagt.
Beitrag 1
Beitrag 2
Beitrag 3
Beitrag 4
Beitrag 5
Beitrag 6
Sechs fette Beiträge allein von Max innerhalb eines Monats. Glaub der hatte nur noch Sex mit seiner Schreibmaschine in dem Monat, nicht zu bremsen!

10/2018 - Riverside -Wasteland
Das Album ist ein würdiger Abschluss, für ein Jahr wo die Musik nicht die erste Geige bei mir persönlich spielte.

Unerwähnt bleibt mein nicht zufrieden stellender Versuch zu Podcasten, aber daran wird weiterhin gefeilt im Jahr 2019. Mal schauen was uns da noch für Ideen kommen.
Bis 2019 und haltet die Ohren steif!

Gruß Stephan



 

Donnerstag, 1. November 2018

Queen - Bohèmes Revisited

Dieser Text befasst sich nicht mit dem aktuellem Biopic „Bohemian Rhapsody“, was mehr eine ganz persönliche Hommage der beiden übrig gebliebenen Queen Mitglieder Brian May und Roger Taylor ist, als ein akkurat die Geschichte von Queen und Freddie Mercury, in den Jahren 73-85, zu erzählen. Ich möchte den Film gar nicht schauen und viel lieber meine Perspektive auf diese Jahre schildern. Dafür eignet sich der vorliegende Soundtrack ganz hervorragend.


Beginen möchte ich mit der (Neu)Aufnahme der „20th Century Fox Fanfare“, die „verQueent“ daher kommt und sofort deutlich macht, um was es hier geht. Spielerisch veredelter Adelpop/Rock. Noch deutlicher wird das durch die Smile (Vorgängertruppe ohne Freddie von Queen) Aufnahme „Doing All Right -...Revisited“. Freddie hat mit seiner einmaligen Stimme, Queen regelrecht geadelt und erst ermöglicht das Queen in allerhöchste Rock/Pop - Spähren vordringen konnte. Einfach „Doing Alright“ vom ersten Queen Album anhören und den Vergleich ziehen. Queen ohne Freddie ist wie Fisch ohne Gräten. Aus Smile wäre niemals so ein großes Rockmonument geworden, wie es Queen bis heute sind.


Klar Freddie wäre für jede Band, die sich Anfang der Siebziger aufmachte um den Rockolymp zu erobern, eine Bereicherung gewesen. Doch ohne die drei anderen Protagonisten die hauptverantwortlich, die Rampensau Freddie auf die Bühne ließen, wären das alles andere Bands. Das spiegelt sich vor allem in den Liveauftritten wieder. Live war Queen, von Anfang an eine Macht, später dann die führende Liveband Weltweit. Es gibt keine schwachen Liveauftritte von Queen. Auf einer Skala von 1-10 waren bei über 700 Konzerten in 16 Jahren, ein paar mit 7 dabei, dass mag sein.

Angefangen mit der Live Killers (1979) zeugen davon bis jetzt weitere sechs Mitschnitte/Zusammenschnitte (als LP/CD erschienen), mit Freddie als Frontmann. Hier beim Soundtrack ist der für viele der wohl wegweisende Auftritt im alten Wembley Station, anlässlich des Live Aid Konzertes (1985), eingebettete um mit einem Mythos auf zu räumen. Queen hat den Stadionrock nicht erfunden bzw. sich nicht als Band darüber besonders definiert. Das haben andere sich dann abgeschaut. 


Vor der klasse restaurierten Live Aid Aufnahme findet man das „Love Of My Live“, gespielt auf dem ersten Rock In Rio 1985 (mehr als 300000 Zuschauer). 300000 Menschen zum mitsingen zu animieren, das konnte so nur Freddie und genau dafür liebte man ihn. Die Interaktion mit seinem Publikum war neben seiner Stimme, das entscheidende Talent was dieser Mann besaß. 


Abgeschlossen wird der Soundtrack mit „Don´t Stop Me Now - ...Revisited“ und „The Show Must Go On“. Ich sehe das als eine Art Botschaft, ein Vermächtnis, von Queen. Last euch nicht aufhalten und macht weiter, geht voran, egal wie schwer es ist. Danke Freddie, danke Queen ihr habt euren Platz in meinem Herz aufrichtig verdient, auf Ewig.

Gruß Stephan