Donnerstag, 1. November 2018

Queen - Bohèmes Revisited

Dieser Text befasst sich nicht mit dem aktuellem Biopic „Bohemian Rhapsody“, was mehr eine ganz persönliche Hommage der beiden übrig gebliebenen Queen Mitglieder Brian May und Roger Taylor ist, als ein akkurat die Geschichte von Queen und Freddie Mercury, in den Jahren 73-85, zu erzählen. Ich möchte den Film gar nicht schauen und viel lieber meine Perspektive auf diese Jahre schildern. Dafür eignet sich der vorliegende Soundtrack ganz hervorragend.


Beginen möchte ich mit der (Neu)Aufnahme der „20th Century Fox Fanfare“, die „verQueent“ daher kommt und sofort deutlich macht, um was es hier geht. Spielerisch veredelter Adelpop/Rock. Noch deutlicher wird das durch die Smile (Vorgängertruppe ohne Freddie von Queen) Aufnahme „Doing All Right -...Revisited“. Freddie hat mit seiner einmaligen Stimme, Queen regelrecht geadelt und erst ermöglicht das Queen in allerhöchste Rock/Pop - Spähren vordringen konnte. Einfach „Doing Alright“ vom ersten Queen Album anhören und den Vergleich ziehen. Queen ohne Freddie ist wie Fisch ohne Gräten. Aus Smile wäre niemals so ein großes Rockmonument geworden, wie es Queen bis heute sind.


Klar Freddie wäre für jede Band, die sich Anfang der Siebziger aufmachte um den Rockolymp zu erobern, eine Bereicherung gewesen. Doch ohne die drei anderen Protagonisten die hauptverantwortlich, die Rampensau Freddie auf die Bühne ließen, wären das alles andere Bands. Das spiegelt sich vor allem in den Liveauftritten wieder. Live war Queen, von Anfang an eine Macht, später dann die führende Liveband Weltweit. Es gibt keine schwachen Liveauftritte von Queen. Auf einer Skala von 1-10 waren bei über 700 Konzerten in 16 Jahren, ein paar mit 7 dabei, dass mag sein.

Angefangen mit der Live Killers (1979) zeugen davon bis jetzt weitere sechs Mitschnitte/Zusammenschnitte (als LP/CD erschienen), mit Freddie als Frontmann. Hier beim Soundtrack ist der für viele der wohl wegweisende Auftritt im alten Wembley Station, anlässlich des Live Aid Konzertes (1985), eingebettete um mit einem Mythos auf zu räumen. Queen hat den Stadionrock nicht erfunden bzw. sich nicht als Band darüber besonders definiert. Das haben andere sich dann abgeschaut. 


Vor der klasse restaurierten Live Aid Aufnahme findet man das „Love Of My Live“, gespielt auf dem ersten Rock In Rio 1985 (mehr als 300000 Zuschauer). 300000 Menschen zum mitsingen zu animieren, das konnte so nur Freddie und genau dafür liebte man ihn. Die Interaktion mit seinem Publikum war neben seiner Stimme, das entscheidende Talent was dieser Mann besaß. 


Abgeschlossen wird der Soundtrack mit „Don´t Stop Me Now - ...Revisited“ und „The Show Must Go On“. Ich sehe das als eine Art Botschaft, ein Vermächtnis, von Queen. Last euch nicht aufhalten und macht weiter, geht voran, egal wie schwer es ist. Danke Freddie, danke Queen ihr habt euren Platz in meinem Herz aufrichtig verdient, auf Ewig.

Gruß Stephan

Montag, 15. Oktober 2018

Heute abgeschlossen, die letzten Arbeiten an meinem Haus, für dieses Jahr!






Den Anfang mach ich mit Fotos von Vorne, das muß letztes Jahr 2017 im Frühjahr gewesen sein.

Das war die Ursprungsidee!










Inzwischen ist das Spritzbeet mit Rheinkies gefüllt und der Briefkasten hängt auch wieder.

Für 2018 hatte ich mir vor genommen, meinen Hinterhof. 


Ein paar Impressionen!




 Das folgende ist in der letzten Woche und am Wochenende passiert, ich bin für dieses Jahr zufrieden.







 Gruß Stephan

Donnerstag, 11. Oktober 2018

Squadron 42 - CitizenCon Trailer - Wenn Computerspielträume wahr werden!

Der heutige Beitrag im Blog, dreht sich um den Single Player Ableger Squadron 42 aus Star Citizen. Wie es sich genau verhält, habe ich noch gar nicht richtig kapiert. Ob die Single Player Geschichte mit dem Hauptspiel erscheinen wird, ob einzeln erhältlich oder nur mit einer Art Abo bei einem neu einzurichtenden MMO Anbieter.


Nur nach dem Trailer, kann man nicht anders sagen, das Spiel wird mit Sicherheit ein Traum für jeden PC Spieler. So alte Hasen wie ich, die noch Bitmapgrafik in Wing Commander gewohnt sind, stellen sich die Nackenhaare auf, angesichts des Schauwertes.


Selbst wenn das nur eine lockere Geschichte wird, Kampagne spult man Auftrag nach Auftrag ab und unterbrochen von Cutszenen, die InGame Grafik ist jenseits von Gut und Böse. Kann und will ich mir aber überhaupt nicht vorstellen. Schaut euch die in Grafik umgesetzten Gesichter der Schauspieler (Mark Hamill, Gillian Anderson, Gary Oldman, Mark Strong und Henry Cavill) an, Gänsehaut pur. Der kurze Sound/Musikausschnitt hat ebenfalls eine tolle Atmosphäre. Dezember 2018 wird bekannt gegeben, wann es erscheint und wie. Kann das nicht mehr abwarten, am liebsten sofort los legen.

Gruß Stephan

Dienstag, 9. Oktober 2018

Riverside - Wasteland (2018)

"Queen zu hassen ist schon mal nicht das verkehrteste. Auf der Liste der überschätzten und aus irgendeinem unerfindlichen Grund erfolgreichen Bands ganz, ganz weit oben."

Ich bin unschuldig wie ich nun mal bin, unter dem Review bei Laut über den Spruch gestolpert. Zunächst einmal muss man klar festhalten, egal wer der Typ war oder ist, es toucht mich nicht, als Queen Fan. Zu meiner Hardcore Fan Zeit hätte es mich schon richtig gefuchst, aber heute, mit dem wie es mir erscheint nötigen Abstand, den man als Fan zu seinem Fandasein, irgendwann mal sich aneignen sollte, taugt so was maximal zur Einleitung eines Reviews. Also danke für die Inspiration, die ja nicht zuletzt durch eben Queen, in der progressiven Rockmusik Einzug fand. Und wenn man das als Fan dieser Mucke nicht anerkennen kann, dann tut es mir leid, aber dann sollte man schnellstens aufhören diese Musik zu hören, den die ist nur was für gescheite Menschen.



Nun aber zum Album Wasteland. Polen machen progressiven Rock, ach Quatsch das eine Band aus Riverside in den USA, schießt mir durch den Kopf. Weit gefehlt, das sind tatsächlich Polen, unglaublich! Sofort beim Opener The Day After höre ich Steven Wilson, die Scheibe ist in Heavy Rotation.



Acid Rain folgt und es regnet Bilder von vergifteten Schwermetalriffs unter die Haut. Standing Ovation mit Toolscher Erhabenheit. Das sind echt Polen? Natürlich sind das Polen und die schauen auf eine 17 Jahre dauernde Bandkarriere zurück. Das drückt sich mit Nachdruck durch jede Vene mit Vale of Tears, wo der Gedanke sich manifestiert das ist europäische Mucke, weil plötzlich mach ich Jethru Tull aus. Irre, was eine Bandbreite. Noch ein paar polnische Rockpäpste diesmal?


Ok schwubs, biegt der Guardian Angel um die Ecke und breitet seine Flügel aus. Lerning To Fly, Pink Floyd´s Spätwerk? Ja das mit der Bandbreite, wird immer besser. Das sind never Polen!



Jetzt geht es erst los, das Feuerwerk an progressiven Schwermetal aller erster Güteklasse. Lament, das Klagelied klagt alle Halbgötter des Genres an, warum habt ihr so eine geile Scheiße nicht gespielt? Gott gib ihnen Saures. Wir sind Papst!

The Struggle For Survival, nix da die Halbgötter verlassen sofort den Thron und machen Platz für Riverside. Mit River Down Below und Wastleand gelingt die Hommage an Jethru Tull in Vollendung. Halt den Rausschmeißer The Night Bevor darf ich natürlich nicht vergessen. Ja letzte Nacht, ja da kannte ich Riverside nicht mal, nun ist alles gut. Neue Helden, neue Päpste am europäischen Rockhimmel. Kaufen Leute, selbstverständlich ohne Lümmeltüte auf die Ohren und hoffentlich zeugen die ein paar Kinder.

Gruß Stephan



Samstag, 29. September 2018

Peter Heppner - Confessions & Doubts (2018) Kurzreview

 "genauso soghaft" geschrieben von Max


Stimmt und bei "Gib Mir Doch 'N Grund" flog der Finger immer wieder auf die Repeat Taste. Wobei ich denke das die deutschen Texte/Titel, durch das leichte Verstehen, noch einen kleinen Tacken mehr Sog entwickeln.


Mit "Was bleibt (mit Witt)" haben die beiden wohl einen Titel, der sie im Licht der Aufmerksamkeit hält. "Viele schöne Stunden", plätschert mir zu sehr, plätschern gleich schlendern, zu wenig Bewegung.
  

"Herz (Metropolis)" schrammt hart an einer Kitsch/Schmacht Ecke vorbei, dann erinnerte ich mich an "Lindenbergs - Mein Ding", damit hatte ich meinen Frieden gefunden. "Theresienstadt: Hinter Der Mauer" steht etwas allein da und erscheint mir zuerst etwas zu gewollt, als wenn man in dieser Zeit was wirklich wichtiges sagen muss? Unwichtig ist das Thema sicher nicht, nur Heppner bzw. das Album kämme auch ohne aus.

Bei den englisch gesungen Titeln, hab ich das schlendern und vor sich her plätschern verstärkt wieder vor Augen bzw. im Ohr. Hab wirklich überlegt ob es am englisch liegt, nein das zu einfach um als Grund zu dienen. Eventuell ist das auch gewollt so, bisschen Understatement hat noch niemanden geschadet.

Hab mir die 5 deutschen Titel in Spotify in eine eigene Playliste angelegt und hab damit wohl eine der besten EP´s (17 min Spielzeit) im deutschsprachigen Raum 2018. 17 min Sog reichen mir! :)

Gruß Stephan

Freitag, 21. September 2018

Intensives Tech Noir - Observer (2017)



Krakau 2084. In den verregneten Straßenzügen der polnischen Metropole erwacht
Daniel Lazarski in seinem Dienstfahrzeug. Müde, abgeschlafft wie das vergrämte Antlitz der verlotterten Stahlstadt selbst. In dieser düstermattierten Zukunftsvision ging der Mensch einst eine folgenschwere Fusion mit der Maschinenwelt ein. Augmentierte Cyborgs wurden zu Alltagsrealitäten, der Erdkreis innerlich wie äußerlich vernetzt. Robust-gestählte Gelenkfabrikate an Stelle schwächlicher Muskulatur, VR-Geflechte in den Hirnwindungen und hochauflösende Displaypupillen für verbesserte Sehkraft waren nur Teilkonstrukt der ultratechnisierten, neuen Scheinwelt, ehe eine seuchenähnliche Bedrohung diese glänzend-sterile Fassade in zahllose Splitter zerschmetterte. Vor den gräulichen Hintergrundkulissen des immerwährenden Ost-West-Konflikts traf der Scherbensturm auch das stolze Neo-Krakau mit der explosiven Wucht tausender Sonnen. Gesellschaft wie Technologie wurden um Jahrzehnte zurückgeworfen, Unzählige fielen der verheerenden Seuche zum Opfer, die die cybernetischen Implantatstrukturen befiel. Aus der Asche der gefallenen Zivilisation erhob sich der machtvolle Techkoloss Chiron als alleinherrschendes Instrument, die Klaviatur der Technikspiralen beliebig bespielbar. Die Realität seither, trübe und dreckig. Heruntergekommene Mietskasernen beherbergen anonyme, teilaugmentierte Bewohner, mindestens genauso marode und heruntergewirtschaftet in Geist und Habe. Im starken Kontrast zur Rüstungsvision der Maschinenwesen stehen nun MS-DOS-artige Blinkklötze in den abgewrackten Wohnzellen.

Lazarski steht in Diensten des Konzerns als eine Art Cyberdetektiv - die Erkundungssinne mit technologisch- wie biologischen Scannern geschärft - der sich in künstliche Schädelimplantate hineinversetzen, sie wie einen herkömmlichen Datenübertragungsstick anzapfen und in Erinnerungsfetzen der betreffenden Person bewegen kann. Seinesgleichen nennt man



 >Observer_




Urplötzlich surrt das altbackene Bordtelefon, während Regentropfen unbändig an die beschlagenen Scheiben klopfen. Daniels verlorener Sohn Adam, hochdekorierter Ingenieur bei Chriron meldet sich mit blecherner Stimmlage, stammelt wirre Phrasen. Der Kontakt war nie der Engste, dennoch fühlt der alternde Ermittler die väterliche Emotion in seinem halbmaschinellen Körper pochen. Schnell ist der Herkunftsort des mysterösen Anrufs ausfindig gemacht und Lazarski steuert auf dem feuchtspiegelnden Asphalt in Richtung eines schäbigen Wohnklotzes. Regenschauer peitschen auf die rostigen, mit Kameralinsen versehenen Eingangstore, ehe dem nachdenklichen Detektiv Einlass gewährt wird. Gelbgrünliche Farbtöne bestimmen von nun an das Bild des hochartifiziellen Gebäudeinneren, ein Reinigungsbot gleitet leise brummend durch einen trübilluminierten Gangbereich, sorgt für ein seltsam steriles Stimmungsgefüge. Im ockerfahlen Schummerlich lehnt ein zwielichtig aussehender Hausmeisterverschnitt hinter einer schmutzigen Verglasung, fast wirkt er mit der dämmrigen Umgebung verschmolzen. Glatzköpfig, augmentiert, wortkarg.

Nach kurzem Dialog mit dem knurrigen Gangwart möchte sich Lazarksi gerade näher in den ranzigen Korridoren umsehen, da befindet sich der taumelnde Gebäudekomplex mit einem Mal im Status der Abriegelung. Niemand kann hinaus, niemand hinein. Erklärung Fehlanzeige. Heimspiel für das Bloober Team.

Die polnische Spieleschmiede mit passendem Sitz in Krakau versteht sich auf verstörende Erlebnisse in beengter Umgebung. Schon das vorherige Werk "Layers of Fear", ein beängstigender Psychotrip in die verzerrten Abgründe einer desillusionierten Künstlerseele, spielte mit dem Unerwartbaren in den einsamen Hallen eines opulenten Herrenhauses. Räume, die nach Kameraschwenk mit veränderter Architektur und Einrichtung den Spieler verwirrten, trafen auf eine soundtechnisch dichtgesprenkelte Untermalung des nicht greifbaren Grauens, Visionen ertrunken in Bächen voll Alkohol und Tränen. Furchterregende Fratzen sprangen aus vormals musenhaft schönen Portraits, der Künstler selbst als wahnhafter Grenzgänger auf dem innerlichen Scherbenhaufen verflossener Hochphasen. Parallelen der Geschichten gefallener Helden finden sich auch bei Observer Daniel Lazarski.

Blade-Runner-Ikone Rutger Hauer übernahm hier die Synchronarbeit für den wankenden Protagonisten in dieser Cyperpunkversion moderner Furchterzählung. Hinter all den wässrigen Nuschelsätzen dringt immer wieder verschmitzte Ironie an die technoide Oberfläche. Sein Charakter wächst somit beständig ans Herz des neutral beobachtenden Spielers. In genau diesen Momenten beginnt sich die Sogwirkung des Datenthrillers vollends zu entfalten. Während Lazarski durch die stummen Flure des fremdartigen Mietsbunkers tappt, huschen aufgeschreckte Vögel durch die verkabelte Einöde. Die Kontaktaufnahme zu den wenigen Mietern gestaltet sich in der denkbar entmenschlichsten Form, durch ein verzerrt-unscharfes Kameraauge vor der verschlossenen Wohnungstür. Auf diese Weise erfährt der Ermittler von den verschrobenen Hausbewohnern manch pikante Information zuviel über Nachbarn, Situation und Zustand. Während dieser Recherchen stößt Daniel in einem blutüberströmten Raum zu seinem Entsetzen auf den grotesk entstellten Leichnam eines augenscheinlichen Hausgenossens. Routinemäßig geht er daraufhin seiner Haupttätigkeit nach, dem Erforschen der finalen Augenblicke des Dahingeschiedenen. Dadurch offenbart sich der zweite spielerische Hauptstrang des Spielerlebnisses. Die Gedankenwelt des Mordopfers. Letzte Momentaufnahmen als befremdlicher Bilderreigen. Ruckartige Fragmente. Scharfe Schnitte. Cut. Nächste Vision.

Der Spieler bewegt sich in kunstvollen Albtraumszenarien voller gesichtsloser Kreaturen, flimmernden Wegpunkten, so als tauche er in ein defektes Netzwerk ein, ein mikriges Kilobyte im virulenten Datenmaelstrom. Dort gibt es situativ gestreute Aufgaben, sei es die bloße Erfassung der angezapften Erlebnisse oder die blanke Flucht vor einem nachtmahrartigen Technoiden. Manifestation verdrängter Schuld? Verloren im Schlund einer konvergierten Techhölle, bratzende Scanner, flackernde Partikel. Wer ist dieser alternde Daniel Lazarski im zerbeutelten Trenchcoat? Wird der Spieler hier Zeuge eines persönlichen Niedergangs inmitten einer gebeutelten Kultur, die kargen Dämmerappartements Spiegelbild einer gebrochenen Seele? 

Fragen, auf die der Spieler Antworten finden wird.

Auf diese Weise wird er selbst Teil des Systems. Ein Observer.










 

Dienstag, 18. September 2018

Warum glaubt niemand mehr deutschen Politikern?

Am Freitag den 14. 09. 2018 wird es der Parteivorsitzenden der CDU und Kanzlerin der Bundesrepublik Deutschland zu bunt. Horst Seehofer, Parteivorsitzender der CSU und Innenminister der Bundesrepublik Deutschland und Andrea Nahles, Parteivorsitzende der SPD und ex Arbeitsministerin der Bundesrepublik wird mitgeteilt, die Personalie einer untergeordneten Behörde, wird die Regierung nicht trennen. Näheres dazu am heutigen Dienstag den 18. 09. 2018 um 16:00.

Nun ist es fast 23:00 Uhr und ich sitze relativ fassungslos vor meinem PC und überlege wie ich das Komödientheater in Worte fassen soll. Die Personalie Hans-Georg Maaßen hat sich als Verfassungsschutzpräsident erledigt, das gilt es schon mal fest zu halten. Horst Seehofer ernennt ihn einfach zum Staatssekretär im Inneren und alles ist wieder in Butter? Ja wer glaubt das den tatsächlich?

Die AFD wird es freuen, darf nun der Herr Staatssekretär seine politische Einschätzung, wie sie dem Verfassungsschutz entgeht, unumwunden in aller Form mitteilen. Also demnächst Gauland und Maaßen, einträchtig eine Havanna rauchend im Hinterzimmer, eines deutschen Bundestages. Nicht nur die Havanna raucht, auch die Köpfe. Fantastische Aussichten! Ja leck mich doch am Arsch!

Ich bin empört und hoffe dass das nicht so schnell unter dem Teppich gekehrt wird, was diese Damen und Herren unser Demokratie mit dem Posten- Geschacher antun. Man muss sich mal vor Augen führen, angesichts der miesen Stimmung die AFD, Pegida, Nazischweine geradezu befördern, zählt jede politische Stimme, die das Problem als Problem benennen und Wege aufzeigen wie wir da friedlich wieder raus kommen. Schwierig genug, oder?

Dann ziehen die eine so asoziale Aktion wirklich durch? Und wir jagen sie nicht alle aus dem Amt? Natürlich jagen wir sie aus dem Amt. Nur befürchte ich der Verlust an Vertrauen, treibt den falschen Parteien, die Wähler in die offenen Arme. Dann haben wir ein wirkliches Problem. Immer noch Fassungslos, hoffentlich kann ich schlafen! Ach, wenn juckt das schon! 5 Cent las ich noch da.

Gruß Stephan