Dienstag, 19. September 2017

Fünf Alben aus dreißig Songs - Ausgabe 47

  Die Grippe hat mich aktuell erwischt, also raus damit.

 

Mix der Woche Spotify (18. 09. 2017)

Nach dem Klicken sollte der Webplayer auf gehen, dort sich einfach bei Spotify anmelden mit eurem Account und ihr könnte die komplette Liste sehen und euch anhören.

 

Pete Townshend, Ronnie Lane – Rough Mix (1977)




Pete brauch man nicht groß erklären (The Who/Leadgitarre), Ronnie Lane dann schon eher. Mitbegründer der Small Faces und einige der stärksten Songs (Itchycoo Park, Tin Soldier) der auslaufenden 60er. 1977 wollte ihm Pete helfen wieder Fuß zu fassen, mit dem gemeinsamen Album. Was auch teils gelang, aber nicht dauerhaft wirkte. Ronnie hatte MS und starb mit nur 51 Jahren an den Folgen von MS. Auf Rough Mix singt er größten teils. Pete hatte mit seinem Solo Album White City: A Novel (1985) seinen größten Erfolg. Skip Wertung 4/5


Camel – Mirage (Remastered) (2002) (Orginal 1974)




Neben dem Marlboro Mann, der qualmend dem Sonnenuntergang entgegen riet, gab es Mitte der 70er noch eine andere Zigarettenmarke, die durch ihr Cover mit der Abbildung eines Kamels, große Aufmerksamkeit erregte. Das Cover von Mirage war wiederum dieser Zigarettenmarke sehr ähnlich. Viele meiner Generation rauchten, also fehlte die Mirage in kaum einer Plattensammlung. Der eher ruhige Progrock war durchaus ok, allerdings fielen sie im Vergleich, mit anderen Progrock - Bands aus der Zeit, doch etwas ab. Skip Wertung 3/5


Them Croocked Vultures – Them Croocked Vultures (2009)




Als Dave Grohl (Foo Fighters) 2005 die Zusammenarbeit mit Josh Homme (Queens Of The Stone Ages/Kyuss) und John Paul Jones (Led Zeppelin) bekannt gab, konnte man großes erwarten, von der neuen Hard-Rock-Supergroup. Als die Scheibe am 1. 1. 2009 in den Läden stand, enttäuschte sie nicht. Rückblickend läuft es aber wie bei vielen Supergroup´s, ein Album und dann kommt gar nichts bis wenig von ihnen, leider. Skip Wertung 4/5


Elton John – Tumbleweed Connection (Remastered) (1970)




Elton mag ich gerade mit seinen Frühwerk, hier das dritte Album von ihm. Es zeigt sehr früh auf, welchen Singer / Songwriter wir mit dem Briten, da erleben dürfen. Spät (2011/Köln) sah ich Elton mit einigen Stücken von der Tumbleweed auch live. Auch wenn die Stimme anders ist als 1970, Elton bringt es immer noch. Einmal im Leben muss man Elton live gesehen haben, ganz groß und kein „Lion King“ weit und breit. Seine letzte Scheibe (Wonderful Crazy Night (2016)) , war auch wieder sehr gut. Skip Wertung 4/5


Taylor Hawkins – Kota (EP) (2016)




Der Schlagzeuger der Foo Fighters macht mit der EP, bessere Musik als seine eigentliche Band aktuell, die wohl etwas langweilig geraten ist. Ich weiß nicht ob Kota eine LP werden sollte, enttäuscht ist man von den 19 min Spielzeit nicht. Nicht so Stadionrock geschwängert, wie aktuelle Foo Fighter Alben, dafür sauber knackig und tanzbar produziert. Skip Wertung 4/5

Gruß Stephan

Dienstag, 12. September 2017

Fünf Alben aus dreißig Songs - Ausgabe 46

Diese Woche ging nichts zu skipen, unglaubliches Niveau!

 

Mix der Woche Spotify (11. 09. 2017)

Nach dem Klicken sollte der Webplayer auf gehen, dort sich einfach bei Spotify anmelden mit eurem Account und ihr könnte die komplette Liste sehen und euch anhören.

 

Kraftwerk - 3-D The Catalogue (2017)

 

Als Neueinsteiger in die Klangwelten von Kraftwerk, durchaus geeignet. Die Pioniere der elektronischen Klangerzeugung, bieten über Autobahn bis zur Tour De France ein Rund um Sorglos Packet an. Da es das auch nun bei Spotify für kein Geld (Werbepausen) gibt bzw. für kleines Geld, zugreifen, anhören und in Erinnerungen schwelgen. 4/5 Kraftwerk kann man nicht skipen Wertung

Gary Numan / Tubeway Army - Replicas Redux (2008)


Replicas war das zweite und zugleich letzte Album von Tubeway Army, deren Frontman Gary Numan war. Ab der Veröffentlichung 1979 war der Godfather des elektronischen Wave - Ghotik nur noch unter eigenem Namen unterwegs. Replicas Redux ist die dritte Veröffentlichung, dieses Albums. 4/5 Kann man ebenfalls nicht skipen Wertung

Kadaver - Abra Kadaver (2013)


Zweite Album der Berliner. Wenn eine Stoner Truppe, jemals für mehr als Berlin gut war, dann Kadaver. Kadaver waren mit dem Album, mit Wolfmother zusammen, auf Europa Tour 2013. Großartig auch live! 4/5 Nix zu skipen Wertung

Aphrodithe´s Child - 666 (1971)


Nun ein Album vom Vorzeige Griechen in der deutschen Hitparade Ende der 70er, Demis Roussos als Sänger bzw. Vangelis, der Filmmusikgrieche spätestens am Anfang der 80er mit Chariots of Fire. 666 beinhaltet mit The Four Horsemen wohl den angehnemsten Track. Was das Album für mich bedeutet hat, beschrieb ich vor längerer Zeit schon in einem Artikel. 5/5 Geht auch nicht zu skipen, es sei den es wird einem unwohl Wertung

Wilco - Spotify Singles (2017)

 

Wilco ist sehr fleißig. 2015 erschien Star Wars kostenlos auf ihrer Webseite, 2016 das letzte Album Schmilco. Nun 2017 veröffentlichen sie daraus eine Single speziell bei Spotify. Alle drei Geschichten haben aber eine gleich bleibende Qualität, so das ich Wilco als die Alternativ Band der letzten 2 Jahre, feiern möchte. 4/5 Das eine Single, was willste da skipen Wertung

Gruß Stephan

Dienstag, 5. September 2017

Fünf Alben aus dreißig Songs - Ausgabe 45

Bisschen zäh zusammen gefunden die Alben, aber ich mein nicht meine schlechteste Auswahl. Müde heute, schlecht geschlafen!

 

Mix der Woche Spotify (04. 09. 2017)

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Joni Mitchell – Hejira (1976)


Besinnlicher Folk mit Jazzeinflüssen. Joni ist wohl die Singer/Songwriterin der 70er, spielte mit allem was Rang und Namen hat aus der Zeit. Erwähnt sollten werden, Neil Young u. Leonard Cohen, mit denen sie auch Beziehungen über die Musik hinaus pflegte. Auf Hejira spielt Young Mundharmonika. Im gleichen Jahr traten die beiden auch live zusammen auf. Später malte Joni sehr viel. Ich würde sie als „verrücktes Huhn“ (woraus sie wohl ihre Inspiration zieht) beschreiben, es fallen des öfteren Begriffe wie alternativer Lebensstil, mit ihr im Zusammenhang. 4/5 Das Leben und ihre Musik, ist ein Konstrukt - Wertung


Joy Division – Closer (1980)


Von Joy Division hörte ich erstmals 2007 was, durch den Film „Control“ von Anton Corbijn. Das Leben von Ian Curtis wird in ihm skizziert und endet mit seinem Suizid. Empfehlenswert als Film! Den Einfluss von nur zwei Alben, auf Pop, Rock u. Metal und das Genre Gothic Rock, kann man nur als immens beschreiben. Closer erschien 2 Monate nach dem Tod von Ian. Die übrig gebliebenen Mitglieder formierten sich im gleichen Jahr neu, als New Order. 5/5 Must Have - Wertung


The B-52`s – Wild Planet (1980)


In den 80er durfte die Scheibe auf kaum einer Party fehlen. Erinnere mich noch sehr gut an das Cover, aber kaum noch an die Musik. Erst in den letzten Jahren näherte ich mich der seltsam anmutenden Mischung aus Rock und Wave mit Funk Elementen an. Nicht so ernst nehmen einfach. Studentenmucke (Athens/Georgia) wie Studentenfutter, alles dabei und fehlt nichts. 3/5 Skip Wertung


Deep Purple – Machine Head (1972)


Für mich das wichtigste Album von Deep Purple und nein das liegt nicht an Smoke On The Water. Das war halt mit auf der Scheibe. Das liegt vor allen an Ian Gillan, der mir am liebsten war als Stimme von DP. Dazu noch die kongeniale Hammondorgel, gespielt von dem unvergessenen Jon Lord (gestorben 2012). Highway Star, Lazy und Space Truckin` zeugen davon, was die Orgel für einen Wert hatte. 5/5 Jon Lord Gedächtnis Wertung


The War On Drugs - A Deeper Understanding (2017)


Erstens, der Bandname ist interessant, bezieht er sich doch direkt auf den von der USA Regierung betriebenen „Krieg gegen Drogen“. Gewisse Parallelen zum „ Krieg gegen den Terror“, werden mir jedenfalls deutlich. Feine Americana Sounds, die zur Besinnung beitragen können. Eventuell auch bei besinnungslos geführten Kriegen? Kannte ich vorher nicht, deshalb Entdeckung der Woche. 4/5 Keine Macht den Kriegen - Wertung

Gruß Stephan

 

Samstag, 2. September 2017

Die Welt wird kratzen an der Tür – Casper, mach mir den Campino wieder jung

Review: Casper - Lang lebe der Tod (2017)

Das hätte auch so nach hinten los gehen können. Ist es aber nicht! Rein als Fan seiner Texte, bleibt es auf hohem Niveau, auch ein paar nette Rapfetzen (Sirenen) lucken um die eine oder andere Ecke. Nur diesmal hat er auch auf seine Band gehört (?) und singt endlich! Bei der Stimme habe ich mich schon immer gewundert, das er das sich nicht so richtig trauen wollte. Dann werden es auch richtig tolle Songs, siehe Flackern, flimmern.


Möchte aber gar nicht am Ende der starken Scheibe anfangen. XOXO (2011) war ein Urknall und mein erster Gedanke damals (Der Druck steigt (Die Vergessenen Pt. 1)), ich wäre so gerne um die 20 und hätte mir alles wieder geholt was sie mir geraubt haben. Meine linksradikale Steinewerfer Seele, war dermaßen angefixt, das ich tatsächlich mit 44 ein oder zwei Tränen verdrückte. Insgesamt, mit Auf und davon, Michael X, Alaska und Das Grizzly Lied waren genügend emotionale Granaten dabei.

Auf dem Nachfolger Hinterland (2013) war die Emotionsdichte zwar nicht mehr ganz so groß, aber trotzdem vorhanden. Mag auch daran gelegen haben, das Hinterland eher ein Zwischenspiel war, was man einlegt um sich seiner Wurzeln zu besinnen, das großartige Lux Lisbon zeugt davon.


Nun erscheint Casper endlich angekommen zu sein, obwohl er noch zu viele Rockabstriche macht. Wohin gegen er die Hiphop Szene und ihre dummen Protagonisten, gar nicht weit genug in die Wüste schicken kann. Wenn er von homophoben Rapern spricht (Lass sie gehen), weiß man wenn er meint. Zugleich dreht er sich von einer Szene weg, die ihn nie haben wollte und zeigt ihnen den sprichwörtlichen Mittelfinger. Gut so!

Morgellan mach da weiter und der Mittelfinger geht diesmal in Richtung Verschwörungstheoretiker, Fake News Nazis und Montagsspaziergänger oder ähnliches Gesindel. Das Casper so klar politisch sich bekennt, wird am Ende mithilfe eines kleinen Gitarrensolos und dem Outro sehr deutlich. Und dann singt er den wohl besten Rock Song auf der Scheibe, Wo die wilden Maden graben könnte auch von den Hosen sein. Eigentlich wünscht man sich , das Campino und Casper nun auch Bekanntschaft schließen, dann rettet er nach dem deutsch Rap auch noch den deutschen Punkrock. Man wird ja wohl noch träumen dürfen!

Fehlt nur noch Singer/Songwriter, nein fehlt nicht. Mit Deborah u. Meine Kündigung findet sich das auch auf dem Album. Damit komme ich zum Fazit. 


Das Album ist nicht besonders umfangreich, die reine Spiellänge beträgt nur 40 min., der tatsächliche Content geht darüber aber deutlich hinaus. Selten eine deutsche Platte in den letzten Jahren in die Finger bekommen, die mich so zum Nachdenken aufgefordert hat und mich nicht ruhig schlafen lässt. Weil sie teils noch Hiphopelemente beinhaltet, aber gleichzeitig davon Abschied nimmt, wie man Zwischenstationen hinter sich lassen muss. Anschließend in Punkrockgefilden wildern und zuletzt sogar noch das Singer/Songwriter Genre aufnimmt, kann man fast von „To Much“ sprechen. Casper bekommt es aber irgendwie hin. Das macht es dann auch aus, Casper ist halt das Licht am Ende des Tunnels, um nicht in irgend eine schlechte Floskel zu verfallen. So lebt der Tod dann noch eine ganze Weile länger, Viva La Revolution! 5/5

Gruß Stephan

Mittwoch, 30. August 2017

Supertramp, meine Frau und ein One Night Stand mit Steven Wilson

Kapitel 1

Beim erstellen der Liste der Woche war diesmal Supertramp mit drin und da ich Musik mit sehr viel (eigenen) Emotionen immer verbinde, lief das innere Kino rund. Die erste Frage, die sich beim erstellen mir stellt ist folgende: Was verbindest du für andere Musik bzw. Musiker mit dem Stück, was die Liste mir vorschlägt? Jede Woche wird mit Hilfe der Liste ein kleines Déjà-vu gefeiert, jeder erste Kuss, jede Frau die ich bei dem Song kennen lernen durfte, kommt mir sofort in den Sinn. Ich möchte da nun nicht ins Detail (schade was?) gehen, es waren und sind sicher auch einige eher negativ besetzte Emotionen dabei. Aber das ich meine Frau bei Supertramp und ähnlicher Musik kennen gelernt habe, darf ich ruhig erzählen.


Zu Supertramp und welche Musik lief zu der Zeit, meinen Dualplattenteller rauf und runter? Nun das wären zum einen Queen, aber da verknüpft sich nichts direkt mit meiner Frau. Jedenfalls als ich erstmals eingeladen war, um meine Frau zu besuchen (Rückblickend sag ich ehrlicherweise, ich suchte sie Heim), spielte da Barclay James Harvest – Live Tapes (1978). Bisschen schmalzig, aber doch hat was. Zum kennen lernen und sich bei einem lecker Tee (irgendeine Friesenmischung, sonst nichts, doch Milch und Zucker) etwas näher zu kommen, schon mal nicht schlecht. Am ersten Abend saß ihr Bruder als Anstandsdame mit dabei und so lief nicht viel von dem Kopfkino (Child Of The Universe) real ab, trotzdem verabredeten wir uns am nächsten Tag im Unterstand. 
 

Der Unterstand war eine Jugendkneipe, mit viel Altbierbowle und viel aktuelle Musik, die diverse Ecken und Winkel hatte, um sich intim zurück zu ziehen. Nun das taten wir dann auch und bei Supertramp - Crime Of The Century (1974) gab es dann einen ersten noch zaghaften Kuss, von mir. Wie aufgeregt ich war, kann ich heute gar nicht ausreichend beschreiben. Weiche Knie, Herzklopfen so das man dachte jeder könnte es hören, inklusive. Das Supertramp hängen blieb, das ist ja wohl klar. Weiter ging es in den Old Daddy, das die kleine Diskothek gegenüber des Unterstandes. Dort wurde getanzt. Nach den weichen Knien wusste ich zwar nicht mehr wie, also Kippe raus in die Ecke unter die Boxen und deiner neuen Liebe beim tanzen zu schauen, herrlich! Bei Peter Gabriel – Solsbury Hill tanzte meine Frau mir (das Daddy war rappel voll, natürlich bilde ich mir bis heute ein das sie nur für mich tanzte) so schön, das ich die langen braunen Zöpfe die sie hatte und von links nach rechts fegten, mir heute noch wie ein Bild ins Gedächtnis rufen kann. Ich war jedenfalls für den Abend und die folgenden 33 Jahre hin und weg.


Einige Wochen später besuchten wir gemeinsam, inzwischen waren wir ein festes Paar, das Flexi in Recklinghausen. Ein Schuppen mit ungefähr 600 Leuten Platz, wo Künstler aus der näheren Umgebung oft auftraten, für damals sehr kleines Geld. Herman Brood - Saturday Night war damals genau das richtige. Später (2002) habe ich erfahren das Herman schon damals sehr Depri unterwegs war und letztlich an seiner Depression und dem damit verbundenem Drogen/Alk Missbrauch gestorben ist (indem er vom Dach des Amsterdamer Hilton-Hotels sprang). Hätte mich eigentlich warnen müssen, damals den schon sehr fertigen (man sah es ihm an und hörte es) Herman, sehen zu dürfen. Tat es nicht, sondern ich hatte nur Augen für meine Frau. 
 

Folgende Monate vergingen wie im Fluge, Tage wurden in wenigen Minuten gemessen, Wochen in Stunden. Ergebnis des ganzen Liebesreigens war unsere Tochter Anika. Welche Musik beim Kinder erzeugen gespielt wurde, wisst ihr doch, also spare ich mir den Teil!

 
Ihr fragt euch jetzt sicher was der One Night Stand soll und was hat Steven Wilson damit zu tun? Das soll in Kapitel 2 erzählt werden, versprochen! Das ich überhaupt damit angefangen habe, verdankt ihr Ulf Kubanke, der im Chat zu mir meinte: Ich merk doch, irgendwas muss raus! Will ihn damit ein wenig überraschen, dass so was dabei rum kommt hat er sicher nicht gemeint.Leise lache ich und ja ich trette auch an um den Krieg zu gewinnen, danke Ulf!


Dienstag, 29. August 2017

Fünf Alben aus dreißig Songs - Ausgabe 44

Helden, eigentlich gibt es die gar nicht (außer in GoT). Wo ich heute meine wöchentliche Liste durch stöberte, entdeckte ich nur Helden (keine Dyneries dabei). Die nach meiner Ansicht größten (Rock-) Helden, der heutigen Liste, findet ihr weiter unten.

Mix der Woche Spotify (28. 08. 2017)

Nach dem Klicken sollte der Webplayer auf gehen, dort sich einfach bei Spotify anmelden mit eurem Account und ihr könnte die komplette Liste sehen und euch anhören.




Supertramp - Crime Of The Century (Deluxe) (1974)


Roger Hodgson und Rick Davies fanden hier ihre Besetzung für die nächsten 10 Jahre. Der typische Supertramp Sound wurde wärend dieser Jahre definiert. Eventuell lag es daran, das sich beide in ihrer Genialität, für nicht so wichtig nahmen? 1983 war es dann leider vorbei, Roger stieg aus, u.a. konnte er sich mit Rick nicht einigen über die weitere Ausrichtung des Sounds, dabei hatten sie ihn doch längst gefunden. Kapiere ich bis heute nicht! Die Crime Of The Century war der Durchbruch, unvergessene Hits wie School, Hide In The Shell, Dreamer und das großartige Crime Of The Century fanden sich auf vielen Setlisten bis 83. Die Deluxe beinhaltet einen Live Mitschnitt von 1975, aus dem Hammersmith Odeon. Rick ist seit 2015 an Krebs erkrankt, hoffentlich erholt er sich wieder! 5/5 Supertrampsound war Super Wertung



Simple Minds - Sons And Facination / Sister Feelings Call (1981)


Ähnlich wie Supertramp definierten Simple Minds in den 80er einen eigenen Sound. Sauber produzierter, hörbarer experimenteller Post Punk Rock, mit tanzbaren Elektrobeats, würde ich das umschrieben. Die beiden Alben waren das vierte Album der Schotten und erschien 81 auf Vinyl noch nicht komplett. Erst die digital remasterte Version von 2003 war komplett. Das Album war ein Konzeptalbum über eine 70 Konzerte umfassende US Tour. 5/5 Eigener Sound gefunden Wertung



Thin Lizzy - Jailbreak (Deluxe Edition) (1976)

 
Das sechste Album der Iren rund um Phil Lynott, kam einer Hardrock Eruption gleich. 2 Jahre später hörte ich mit der „Live And Dangerous“ erstmals was von Thin Lizzy, ohne zu ahnen das der groß teil der Songs von Jailbreak stammten. Mit Jailbreak war die Hardrockwelt nicht mehr wie vorher. The Boys Are Back In Town wurde zum größten Lizzy Song und begeistert heute noch. Persönlich liebe ich den Cowboy Song, der so ganz meine Old Shatterhand Seele anspricht. 5/5 Was dachtet ihr den Wertung



Led Zeppelin - Presence (1976)


Ob LZ die akustischen Instrumente in den Keller verbannten, wegen der tollen Jailbreak, glaub ich nicht. Jedenfalls das Ergebnis Presence konnte sich hören lassen. Wo Thin Lizzy eher das Tanzbein in Schwingung versetzten, versetzte der Zeppelin den Kopf in rockende Schwingungen und ihr Sound war so ganz anders und gaben ihre eigene Richtung vor. Mit Achilles Last Stand nahm LZ sogar Anlauf auf ein neues Hard Rock Genre, den Heavy Metal. 5/5 Alte Rockzöpfe abschneide Wertung



The Rolling Stones - Beggars Banquet (1968)


Mein persönlich liebster Stones Song Sympathy For The Devil, eröffnet das Album. Das muss sich auch Brian Jones gedacht haben (das mit dem Teufel) und wirkte hier schon sehr krank durch seinen hohen Drogenkonsum, letztmalig fast komplett mit. Auf dem Nachfolger Let It Bleed, war er nur noch in zwei Stücken zu hören, also war die Beggars Banquet der vorgezogene Abschied. Mit Street Fighting Man schufen die Stones damals auch noch einen Klassiker, der neben dem Sympathy For The Devil auf fast keiner Setliste fehlen durfte. 5/5 Brian Jones fehlt Wertung

Gruß Stephan

Dienstag, 22. August 2017

Fünf Alben aus dreißig Songs - Ausgabe 43

Nur Bomben Sound diese Woche, echt Easy das vorzustellen. Habt sicher euren Spaß!

Mix der Woche Spotify (21. 08. 2017)

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Nine Inch Nails - Not The Actual Events (EP) (2016)




Trent Reznor träumte 1988 von seinem eigenem Sound und so gründete er NIN. Hauptsächlich im Studio allein verantwortlich für den Output, der irgendwo zwischen Post Wave, Alternativ und Industrial Rock zu verorten ist. Die EP ist schon sehr finster, nicht jeder wird so was mögen. Das macht es aber wiederum mir leicht mich darauf ein zu lassen, das ich erst mal nicht verstehe, sondern verstehen will. 4/5 Nichts versteh, will aber Wertung



Sugar - Copper Blue (Remastered) (1992)




So macht man es mir leicht. Sugar ihr Debüt spiele ich heute noch ab und zu. Rock straight und energetisch, dazu die passende Stimme von Ex Hüsker Dü Gitarrist Bob Mould. Seit 2013 wohl wieder unterwegs bzw. ein Live Album The Joke Is Always On Us, Sometimes wurde veröffentlicht. 4/5 Mal schauen was daraus wird, Wertung



The Cure - Disintegration (Deluxe Edition) (1989)




Die Deluxe Edition ist mit einigen Demos und einem kompletten Live Auftritt mächtig aufgeblasen. 3:36 Stunden Material, werden dem Album aber durchaus gerecht. Was wohl als das wichtigste Werk von The Cure gilt. Selber hab ich zwar andere Cure Favoriten, die Rückkehr zu wieder mehr Ghotic bzw. Dark Wave ist aber rund herum gelungen. Lulluby, Lovesong und Picture Of You sind unsterbliche Klassiker. Der englischsprachige Rolling Stone hat dieses Album auf Platz 326 der 500 besten Alben aller Zeiten gewählt. 5/5 Skipen nicht erlaubt Wertung



Dire Straits - Making Movies (Remastered) (1980)




Für mich neben dem Nachfolger Love Over Gold, das wichtigste Album von Dire Straits. Neben epischen Nummern wie Tunnel Of Love war vor allem Romeo And Juliet ein großer Erfolg. Beide Alben wiesen klar den Weg zum typischen Dire Straits Sound und machten sie zu eine der wichtigsten Bands der 80er. Leider besteht das gesamte Output von Dire Straits nur aus sieben Studioalben, bin immer noch der Meinung das mehr drin gewesen wäre. Manchmal ist das aber auch gut einfach. 5/5 Nostalgie Wertung



Keith Richards - Main Offender (1992)




Keith hat neben Palmen die er erklimmt und runter fällt und seiner Hauptband den Rolling Stones ab und zu Zeit für Solo Alben. Erst 2015 war es mit Crosseyed Heart mal wieder soweit. Main Offender war erst sein zweites Solowerk und zeigt Keith als den Gitarristen, ohne den die Stones nicht die Stones wären. Seine Stimme ist auch nicht zu verachten. Das beste Solo Werk von Keith. 4/5 Stones Feeling Wertung

Gruß Stephan